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Hawk (Graupner/FlyFly)
Die Hawk von FlyFly ist sicherilch das am meisten gekaufte Modell díeses Herstellers. In Deutschland wird die Rot/Weiss/Schwarze-Version mit der Kennung 164 von Graupner vertrieben. Die 164 ist übrigens auch so in diesem Design geflogen aber das Original stürtze leider schon vor langer Zeit ab. Der Bausatz ist mit der Version von FlyFly absolut identisch. Es gibt lediglich eine deutsche Bedienungsanleitung dazu.
Wir entschieden uns für einen Antrieb von Mega und haben den Impeller mit WeMoTec Spinner und Rotor upgedated was eine deutlich geringere Stromaufnahme zur Folge hat. Es waren aber viele weitere Modifikationen nötig wie Verstärkungen für die Akkuaufnahme, Holm im Flügel, Beglasung und Mechanik Höhenleitwerk, Fahrwerksaufnahmen und ein Begrenzungsholm für das Bugfahrwerk, damit es nicht nach hinten bei der Landung durchschlägt. Wie sich herausstellte eine unbedingt nötige Maßnahme. Weiter haben wir das Schubrohr, was im Bausatz aus einer dünnen Folie besteht gegen ein Schubrohr mit 0,5 mm Wandstärke ausgetauscht. Bei unserem ersten Versuch wurde das Schubrohr vom Impeller bei Vollschub zerstörrt. Das Schubrohr sollte so gestaltet sein, dass es über den Impeller gestülpt werden kann.
Auffällig ist die hintere Ruderanlenkung. Diese ist mechanisch alles andere als optimal aber sie funktioniert in der Praxis. Der Flügel ist übrigens abnehmbar (einteilig). Das Hauptfahrwerk ist auch im Flügel verbaut. Man benötigt daher eine Schnellkupplung für die Pneumatik des Hautfahrwerks.
In der Hawk ist sehr viel Platz. Hier hat auch ein 5000er Akku Platz. Wir mussten hinten lediglich 60 g Blei zum Ausgleich anbringen wobei das dickere Schubrohr auch schon ein paar Gramm gegenüber der Originalversion zum Gewichtsausgleich beitrug. Als Fahrwerk haben wir uns für das angebotene pneumatische FlyFly-Fahrwerk entschieden. Man sollte den Druckbehälter mit ca. 7 Bar Druck befüllen. Verbinder und Schnell-Kupplungen haben wir von Jepe eingesetzt. Er bietet auch ein Ventil an. Das Ventil was dem FlyFly-Fahrwerk beiliegt sollte man besser nicht verwenden. Natürlich lässt sich auch ein elektronisches Verntil ohne zusätzliches Servo einsetzen. Als Telemetrie haben wir ein UniLog an den Jeti R8 Empfänger angeschlossen. Weiter hat die Hawk auch zwei Positionsblitzer (oben und unten) sowie ein Landescheinwerfer (unter dem Staurohr) spendiert bekommen und macht so ein sehr schönes optisches Bild. Leider ist die Oberfläche sehr empfindlich. Die ganzen weissen Flächen haben wir mit einer weissen Farbe angestrichen, um so Schmutz und Handhabungsspuren in Grenzen zu halten. Die vom Hersteller aufgebrachte Farbe ist sehr empfindlich und blättert leider leicht ab oder wird leicht beim Transport beschädigt. Von der Oberfläche sieht man auf kurze Distanz dem Modell natürlich an, dass es ein Schaumflieger (Styropor) ist. Es gibt auch viele Bauer, die den Flieger komplett beglast haben, aber davon sollte man Abstand nehmen und sich lieber ein GFK-Modell anschaffen, wenn man die Oberflächenstruktur nicht akzeptieren möchte.
Der Erststart erfolgt im August 2009. Schon nach wenigen Metern hob die Hawk auf der nicht idealen Rasenpiste ab. Es waren lediglich maginale Trimmungen nötig. Die Ruderausschläge und der Schwerpunkt der Bauanleitung passen perfekt. Die Hawk liegt sehr gut in der Luft und lässt sich Jet-like fliegen. Dank der Verstärkungen haben wir uns auch an alle üblichen Kunstflugfiguren getraut und die Struktur macht das dann auch mit. Wir empfehlen aber die vorgeschlagenen Verstärkungen dringend vorzusehen. Die Motorisierung passt perfekt und ist im Vergleich zu der von Graupner vorgeschlagenen deutlich besser. Erstaunlich ist, wie langsam man den Flieger bei dser Landung anfliegen kann. Man kann das Gas schon lange vorher rausnehmen und der Flieger schwebt langsam ein und man kann ihn dann mit dem Höhenruder sanft aufsetzen. Für das Fahrwerk leider nie sanft genug denn die Original Fahrwerksaufnahmen verbiegen sich sofort - z. T. schon bei Taxi zum Startplatz.Hier sollte man Stifte anderer Qualität einsetzen als den mitgelieferten China-Stahl. Die Alurohre des Fahrwerks allerding überleben eine sanfte Landung aber so richtige Freude will bei dem doch etwas wackligem und nicht robustem Fahrwerk bestimmt nicht aufkommen. Man kann hier eigentlich nur empfehlen gleich ein ganz anderes Fahrwerk vorzusehen, es sei denn man startet auf einer guten Hartpiste. Dann ist die Lebenswahrscheinlichkeit des Fahrwerks zumindest höher. Sicherlich kann man den Flieger auch leichter bauen. Die 3,3 kg sind sicherlich die absolute Obergrenze aber bei den empfohlenen Verstärkungen wird man auch mit anderen Akkus die 3 kg Grenze nur schwer unterschreiten können. Eine Variante mit 5S Antrieb ist bei dem angegebenen Motor nicht zu empfehlen. Technische Daten Spannweite: 1365 mm |